Ein Kratzbaum für den Stubentiger

 

Sie möchten Ihrer Katze einen neuen Spielplatz gönnen, doch die herkömmlichen Kratzbäume in guter Qualität sind Ihnen zu teuer und Sie möchten selber einen bauen? Dann beachten folgende Tipps:

Naturholz oder Sisalstämme

An erster Stelle steht die Überlegung, wie der Kratzbaum später aussehen soll. Haben Sie Zugang zu frischem Holz, dann bietet sich die Variante Naturholz an. Dazu wird eine schöne und vor allem stabile Astgabel verwendet. Je nach Holzart macht es Sinn, die Rinde abzuschleifen, um zu verhindern, dass diese später von den Katzen abgekratzt wird. Allerdings sollte das Holz nicht mit Lack oder ähnlichem behandelt werden. Einige Stellen des Baumes können nach der Fertigstellung mit Sisalseil umwickelt werden, damit die unschönen Befestigungswinkel überdeckt sind und die Katzen verschiedene Möglichkeiten zum Kratzen haben.

Mögen Sie es lieber klassisch, dann wählen Sie am besten Sisalstämme. Dazu kaufen Sie im Baumarkt ein oder zwei Rund- oder Kanthölzer in der gewünschten Höhe und von 8-10 Zentimeter Durchmesser. Diese werden dann abschnittweise mit ungiftigem Leim eingestrichen und straff mit Sisalseil umwickelt. Lassen Sie auf der Unterseite zirka 10 Zentimeter frei, damit die Bodenplatte befestigt werden kann und befestigen Sie vor dem Umwickeln die Eisenwinkel für die Sitzgelegenheiten.

Die Bodenplatte

Als Bodenplatte eignet sich sehr gut ein Reststück einer Küchenarbeitsplatte, zirka 60x60 Zentimeter oder grösser. Auf diese werden dort, wo die Stämme hinkommen sollen, je drei Eisenwinkel geschraubt. Ausserdem wird unter jedem Stamm ein Loch vorgebohrt, damit die Stämme zusätzlich mit einer langen Holzschraube gesichert werden können. Wahlweise kann die Platte noch mit einem Stück Teppich überzogen werden. Dieser wird mit ungiftigem Leim und Tackern befestigt. Nun werden die Stämme auf der Platte verschraubt und mittels der Eisenwinkel gesichert. Der unterste Abschnitt und die Winkel noch mit Sisalseil umwickeln und schon steht das Grundgerüst des Katzenbaums.

Sitzplätze und Hängematten

Da der Katzenbaum ja nicht nur zum Kratzen und Klettern dienen soll, sondern auch gerne als Schlafplatz genutzt wird, kann man ihn mit teppichüberzogenen Brettern als Sitzplätze und Hängematten aus festem Stoff versehen. Für den echten Schlafkomfort kann man zwischen Brett und Teppich eine Schaumstoffschicht einbauen, so liegen die Katzen noch bequemer. Die Bretter werden wiederum am besten mit Eisenwinkeln montiert, welche vor dem Sisalseil an die Stämme kommen.

Hängematten werden zwischen zwei Stämmen, oder beim Naturholzbaum zwei Ästen eingehängt. Sie bestehen aus festem, doppelt genommenem Stoff, der rundherum mit Tunneln versehen sind, in die man auf der kurzen Seite dünne Holzlatten und auf der langen Seite mitteldicke Seile einzieht. So entsteht ein Rahmen, der für die nötige Stabilität sorgt.

Je nach Lust und Laune kann der Kratzbaum noch mit zusätzlichen Spielzeugen wie dicken Kletterseilen oder Spielmäusen an Gummischnüren ausgestattet werden.